Wonder Women Works

Viele Frauen mit Behinderung verfügen über eine geringe Ausbildung, wodurch die Lage auf dem Arbeitsmarkt dieser sozialen Gruppe prekär ist und Schwierigkeiten bestehen, beruflich aufzusteigen. Zugleich stellt “Arbeit einen Wert dar, durch den die vollumfängliche Teilhabe am Sozialleben dem Individuum ermöglicht wird”. Arbeit stellt nicht nur die materiellen Lebensgrundlagen und definiert die Rolle und den Status des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft. Arbeit bietet außerdem die Grundlage, die Möglichkeit sowie die nötigen Mittel, um Bedürfnisse über die wirtschaftliche Existenzgrundlage hinaus zu erfüllen.

Entsprechend ist laut Experten die Teilhabe am Arbeitsmarkt ein äußerst wichtiger Aspekt der sozialen Rehabilitation nach Krankheit oder bei vorliegender Behinderung.

Allerdings bestehen für Frauen mit Behinderung psychologische Hürden: Sie wissen um ihre geringe berufliche Qualifikation, um fehlende oder nur geringfügig vorhandene Möglichkeiten der Weiterbildung sowie um ihr geringes Selbstvertrauen.

Frauen mit Behinderung erfahren in hohem Maße Diskriminierung. Sie sind in Bewerbungsverfahren am stärksten benachteiligt. Hinderlich für Frauen mit Bewegungseinschränkungen sind nicht-barrierefreie Gebäude sowie eine für sie unzureichende Infrastruktur ebenso wie die Ablehnung durch Mitmenschen, sich auf ein Umfeld mit Menschen mit sichtbarer Behinderung einzulassen.


Unser Ziel

Das Hauptziel dieses Erasmus + Projektes ist, durch Bildung die berufliche wie persönliche Weiterentwicklung von Frauen mit Behinderung inner- und außerhalb Europas zu fördern. Auf diese Weise wird ein Beitrag zu nachhaltigem Wachstum, zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze und zum sozialen Zusammenhalt durch die Förderung von Innovation und der Stärkung europäischer Identität und aktiver Bürgerschaft geleistet.

Folglich hat die Kooperation zum Ziel, Frauen mit Behinderung zu stärken und ihre kaufmännischen wie digitalen Kompetenzen, die für den Arbeitsmarkt notwendig sind, zu fördern.

Unsere Zielgruppen

1. Frauen mit Behinderung, die ihre unternehmerischen und digitalen Kenntnisse erweitern wollen um ihre Berufschancen zu steigern, ein Unternehmen zu gründen oder als Beraterin tätig zu werden.

2. Unternehmerinnen mit Behinderung, die andere Frauen mit Behinderung darin unterstützen wollen, ihre kaufmännischen und digitalen Kenntnisse zu erweitern und die ggf. nach Frauen mit Behinderung als Führungskräfte des eigenen Unternehmens suchen.

3. Organisationen, die Menschen mit Behinderung sowie ihre Mitarbeitenden ausbilden (im weiteren Sinne: Karriereberater, Coaches, Ausbilder wie pädadgogische Fachkräfte).

4. andere: Vereinigungen von Frauen mit Behinderung, Organisationen zur Ausbildung von Ausbildern, Unternehmesinhaberinnen mit Behinderung, Unternehmerverinigungen, Entscheidungsträger und andere des Bereichs.


Unsere Ergebnisse

1. Storytelling Videos von Frauen mit Behinderung, die erfolgreich am Arbeitsleben partizipieren, wurden erstellt und als Hilfsmittel eingesetzt. Die Videos fördern die Motivation von Frauen mit Behinderung und vermitteln praktisch und anschaulich die Relevanz kaufmännischer und digitaler Kompetenzen. Rezipienten der Videos wird außerdem die Wichtigkeit des sozialen Netzwerks in den Projekten und des Ideenaustauchs mit Frauen aus den Partnerländern vermittelt. Die Videos dienen dem Verständnis der theoretischen und praktischen Kursinhalte und zur Steigerung des Interesses, des Engagements und der Lernfortschritte der Teilnehmerinnen. Die Videos führen zu einer Reflexion darüber, wie wichtig der Erwerb unternehmerischer und digitaler Kenntnisse ist.

2. Freizugängliche und interaktive App zur Unterstützung von Frauen mit Behinderung. Die Schaffung der App geht über die Verwendung von Fähigkeiten in der Informations- und Kommunikationstechnologie hinaus, denn immer mehr Ausbilder entwickeln ihre digitalen Kenntnisse weiter. Ausbilder, die die App nutzen, werden darin gestärkt, notwendige digitale Kenntnisse des 21. Jahrhunderts in ihre Ausbildungsprogramme zu integrieren und diese ebenso an Frauen mit Behinderung zu vermitteln. Die App ist insbesondere für die innovative Entwicklung von Unternehmen ein nützliches Werkzeug, da vor allem in der Zeit nach der Corona-Pandemie Fähigkeiten und berufliche Aktivitäten neu ausgerichtet werden müssen.

3. Ein kombiniertes Weiterbildungsprogramm für Frauen mit Behinderung. Das Konzept des Trainingsprogramms beinhaltet Fallstudien, Richtlinien, Strategien, Werkzeuge für das Monitoring, Einstufungstests und Weiteres.

4. Programmleitfaden für Frauen mit Behinderung. Der Leitfaden behinhaltet Kerninformationen zum Berufsbild des digitalen sozialen Unternehmers basierend auf den Erfolgsberichten von Unternehmerinnen mit Behinderung. Der Leitfaden gliedert sich in zwei Teile:

1) Konzept des digitalen sozialen Unternehmers

2) Eine Übersicht bewährter Strategien zur “Entwicklung von der Idee zum Unternehmen”.

Die Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten ist sehr wichtig für Frauen mit Behinderung, damit sie ungeachtet ihrer physischen Einschränkungen ihr Berufsleben gestaltet können.